Energiesparherde: modern und effizient.

Guinea - Die Verbreitung von Energiesparherden stärkt das Umweltbewusstsein und bewirkt greifbare Veränderungen.

„Weniger Rauchbelastung, schnelleres Kochen, geringeres Verbrennungsrisiko und vor allem ein deutlich geringerer Holzverbrauch“, stellt Aissatou Sylla fest, während sie ihre beiden Energiesparherde vorstellt. Sie betont auch die Stärke des Ansatzes: „Wir wurden eine Woche lang von einer Ausbilderin geschult und sind heute in der Lage, die Energiesparherde selbstständig zu warten und nachzubauen. Es ist sehr einfach, da sie ausschliesslich aus vor Ort verfügbaren Materialien hergestellt werden: Lehm, Kuhdung, Wasser, Steine und Stroh.“

Abholzung reduzieren

Die Verbreitung dieser Energiesparherde findet in den Dörfern statt, die von unseren Trinkwasserinterventionen profitieren. Der Flächenschutz rund um die gefassten Quellen, sowie die Aufforstung zahlreicher Bäume sind nützliche Massnahmen. Bisher wurde die Abholzung kaum thematisiert, obwohl dies entscheidend für einen nachhaltigen Umweltschutz ist.

In den Dörfern ist Feuerholz die wichtigste Energiequelle. Energiesparherde, die den Holzverbrauch um mindestens 30% senken, bieten daher eine sinnvolle Lösung, die mittlerweile von der Bevölkerung breit anerkannt und unterstützt wird.

Optimierung läuft

Beim Gebrauch dieser Sparherde haben die Frauen verstanden, dass es sinnvoll ist, sie zu überdachen, um sie zu schützen und Schäden durch Regen zu minimieren. Ohne Überdachung wäre eine Wartung nach jeder Regenzeit weiterhin notwendig. Einige Familien haben bereits begonnen, selbstständig Unterstände zu bauen. Einen speziellen Bereich ausschliesslich für das Kochen zu haben, ist für sie eine Neuerung, zuvor kochten sie auf „drei Steinen“.

Mittlerweile lässt sich leicht erkennen, in welchen Dörfern wir tätig sind. Rund um die Häuser stehen die Energiesparherde. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Wandel im Gange ist.

Xavier Mühlethaler